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Usedom-Reiseführer

Peenemünde-Ost: Prüfstand X

Überblick über die Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe auf dem Peenemünder Haken

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Erprobung des feldmäßigen Einsatzes

Der Prüfstand X war dem Prüfstand VII in nordöstlicher Richtung vorgelagert und befand sich damit in größerer Nähe zur Ostseeküste der Insel Usedom. Seine Aufgabe bestand darin, eine einsatz- bzw. frontähnliche Abschusssituation des A4 zu schaffen. Aus diesem Grunde war innerhalb der etwa dreieckigen in den Schilfgürtel nach Osten ragenden Waldfläche nur eine kleinere Teilfläche planiert und zum Teil befestigt worden. Er verfügte nur über einfache, kleine Hochbauwerke, deren Trümmer sich verstreut im umgebenden und tarnenden Wald befinden. Im Wesentlichen dienten die Bauwerke dem Anschluss vom Kommandogeräten und Messfühlern.

A4 mit Gleitflügeln: A4b

Der erste Raketenstart eines A4 vom Prüfstand X aus fand am 24. Juni 1943 statt, der wegen versagender Abschaltung jedoch erfolglos blieb. Zuletzt wurde dieser Prüfstand am 13. Februar 1945 genutzt. Am 27. Dezember 1944 startete von P X auf Usedom ein A4b, ein zur Reichweitensteigerung mit Gleitflügeln versehenes A4 ein revolutionärer Entwurf. Das Steuerungssystem versagte jedoch in geringer Höhe.

Die "Vergeltungswaffe 2" wird für ihren feldmäßen Einsatz getestet.

Operation "Hydra"

Die Doppelreihe der Bombentrichter der Operation "Hydra" verlaufen entlang der Ostseeküste der Insel Usedom exakt über die Position PX hinweg, was im Gelände heute eindrucksvoll in Gestalt zahlloser mit Wasser vollgelaufener Bombentrichter besichtigt werden kann.

Fronteinsatz

Der Fronteinsatz wurde von der Lehr- und Versuchsbatterie 444 sowohl auf dem SS- Truppenübungsplatz "Heidelager" bei Blizna als auch in der Tucheler Heide erprobt. Im Herbst 1944 entstanden unter Leitung des Generals Dornberger die Artillerieabteilungen 863, 971 und 972, die zum Ende 1944 zu einer V-Waffen-Division vereinigt wurden. Seit August ist die Einsatzführung der A4-Waffen dem SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Hans Kammler unterstellt. So beginnt die SS, die Entscheidungen über den Einsatz des A4 zu übernehmen. Im November 1944 wird folgerichtig das beim Heer eingerichtete Generalkommando zur Führung des Einsatzes dieser Waffe aufgelöst. Im Januar 1945 wird der Befehl über den Einsatz von Fi 103 ("V1") und A4 ("V2") im "Armeekorps z. b. V." unter Kammler vereinigt.

Ebenfalls interessant: Videosequenz "Peenemünder Haken" (wmv-Format).

 

  • Prüfstand X: Erprobung des feldmäßigen Einsatzes des A4/"V2".
  • Prüfstand X: Überbleibsel der verschiedenen Nutzungen des Peenemünder Hakens.