Der Gothensee auf der Insel Usedom ist mit mehr als einem halben Quadratkilometer annähernd so groß wie der Schmollensee. Der Gothensee erstreckt sich vom Dorf Bansin im Norden bis nach Korswandt und Ulrichshorst im Osten und Süden. 1818 wurde der See durch den durch Bansin führenden Sackkanal mit der Ostsee verbunden. Damit wurde eine Regulierung des Wasserstandes im Moorgebiet Thurbruch der Insel Usedom ermöglicht.
Der gesamte See ist mit Teilen des Thurbruchs, wie viele andere Gebiete der Insel Usedom, unter Naturschutz gestellt. Der See ist Lebensraum des Fischotters, von Wildgänsen, Schwänen, Störchen, Graureihern und anderen Vogelarten.
An das Ufer des Gothensees gelangt man nur an wenigen Stellen. Vor allem im Westen von Neuhof - einem Ortsteil des Usedomer Kaiserbades Heringsdorf - und von Bansin Dorf kann man das Ufer des Gothensees betrachten. In dieser landschaftlich sehr schönen Lage sind viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser entstanden. Eine kleine östlich des Dorfes Gothen gelegene Siedlung ermöglicht ebenfalls einen Zugang zum Gothensee.
Zwischen dem Gothensee und dem etwas kleineren Schmollensee im Westen befinden sich zwei weitere Usedomer Seen: der Große und der Kleine Krebssee. Das bis zu 50 Metern ansteigende Gelände zwischen den Seen, "Usedomer Schweiz" genannt, bietet eine Reihe schöner Aussichtspunkte über die Insel Usedom. Das idyllisch am Schmollensee gelegene Sellin hat einen Blick über den Schmollensee und die beiden Krebsseen. Bei Sallenthin gibt es einen hölzernen Aussichtsturm, von dem aus eine phantastische Sicht über die Seen bis hin zum Achterwasser und zum Stettiner Haff sowie über weite Teile der Insel Usedom besteht. Sogar das Loddiner Höft ist bei guter Sicht zu erkennen.
Rundflug über die Kaiserbäder und den Gothensee.
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