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Usedom-Reiseführer

Misdroy auf der Insel Wollin

Ostseebad Misdroy auf Wollin: schön restaurierte Bädervilla.

Misdroy - eines der ersten Ostseebäder

Nach Swinemünde und Heringsdorf auf der Insel Usedom war Misdroy auf der Nachbarinsel Wollin eines der ersten Ostseebäder in der Region. Ähnlich wie Heringsdorf entwickelte sich Misdroy schnell zu einem mondänen Seebad für wohlhabende Urlauber. Der breite, weiße Ostseestrand an der Bernsteinküste lockte neben den sonnenhungrigen Urlaubern viele Investoren, die eine mit den Usedomer Kaiserbädern vergleichbare Bäderarchitektur schufen. Die breite, zum Teil prunkvolle Strandpromenade mit den wilhelminischen Bädervillen reichte schon bald für die vielen Sommergäste nicht mehr aus, so dass das Ostseebad in "die Tiefe" wuchs.

Badebetrieb auf dem Ostseestrand von Misdroy auf der Insel Wollin.

Westpolnisches Ostseebad

Mit dem Kriegsende fiel die Halbinsel Wollin an Polen. Der allgegenwärtige Mangel, die Einquartierung von Kriegsflüchtlingen hinterließen auch in Misdroy alsbald tiefe Spuren. Trotzdem war das Ostseebad Misdroy ein in der polnischen Bevölkerung sehr beliebtes Reiseziel. Wie überall gleichermaßen zu beobachten, verkamen die Bädervillen in Ermanglung angemessener Instandhaltungsarbeiten und statt dessen wurden uniforme Plattenbau-Hotels errichtet.

Sanierungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs fanden sich nur langsam Investoren, die sich der historischen Bausubstanz annahmen. So zeigt Misdroy heute neben sehr aufwändig restaurierten Villen, Ferienhäusern, Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen aber auch Brachen und verfallene Bädervillen.

Klassische Bädervilla im Ostseebad Misdroy auf der Insel Wollin.

Misdroy heute

Bedingt durch eine sehr positive Entwicklung der Inlandskaufkraft, durch zunehmende ausländische Investitionstätigkeit und durch Fördermittel der Europäischen Gemeinschaft ist zu erwarten (und auch heute schon deutlich zu erkennen), dass das Ostseebad Misdroy bald wieder in seiner ursprünglichen Pracht ersteht und mit den etablierten Ostseebädern der Insel Usedom gleichzieht. Nicht nur Swinemünde und Misdroy erweitern das touristische Angebot des deutschen Teiles der Insel Usedom, es entsteht ein touristischer Großraum, der nicht nur hochattraktive Landschaften kombiniert, sondern auch eine interessante historische Dimension präsentiert.

Autofahren in Misdroy

Der Urlaubsgast, der mit dem eigenen Auto nach Polen reist, sollte sich mit den Vorschriften für den Straßenverkehr im Nachbarland vertraut machen. So ist es in Polen vorgeschrieben, immer mit Licht zu fahren; Verstöße können teuer werden. Die Park- und Haltevorschriften werden häufig mit Zusatztafeln konkretisiert, die naturgemäß in polnischer Sprache gehalten sind. Auch hier empfiehlt es sich, zu prüfen, ob z. B. ein Parkschein erworben werden muss.

Um vom Grenzübergang Ahlbeck auf die Insel Wollin zu gelangen, muss die kostenfreie Autofähre im Süden von Swinemünde, zwischen Ognica (Werder) und Karsibor (Kaseburg) genutzt werden. Die Stadtfähre Swinemünde ist den Bewohnern der Stadt vorbehalten und zudem bilden sich vor dem Terminal lange Schlangen.

Sehenswürdigkeiten in Misdroy

Kurz vor der Verlängerung in die Ostsee: die Seebrücke des Ostseebads Misdroy

Bädervillen

Das Ostseebad Misdroy bietet entlang der ausgedehnten Strandpromenade eine Vielzahl sehr schöner Bädervillen - einige von ihnen bieten jedoch momentan einen noch traurigen Anblick zugemauerter Fenster und bröckelnden Putzes (z. B. Villa Baltyc). Dazwischen findet man jedoch allenthalben aufwändig und sorgfältig sanierte Baudenkmale.

Seebrücke

Sehenswert ist die vor wenigen Jahren verlängerte Seebrücke, von der aus man das Ostseebad gut überblicken kann und zudem einen schönen Blick entlang der Bernsteinküste nach Nordost hat.

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