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Usedom-Reiseführer

Das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom

Mondänes Usedom: Bädervilla an der Neuen Strandstraße im Ostseebad Zinnowitz

Die Geschichte von Zinnowitz auf Usedom

Erste urkundliche Erwähnung

In einer Schenkungsurkunde des Herzogs Bogislaw IV. an den Konvent der Nonnen zu Crummin tauchte am 2. 9. 1309 erstmals u. a. der Name "Tzys" auf. Der aus dem Wendischen kommende Name kann ebenso von "ziti" = Schilfrohr wie von „zitno" = Korn abgeleitet sein. Er zeigt, dass die Ostsee-Insel Usedom bereits von den Wenden besiedelt war.

Pommernherzöge und Reformation

Deutsche Einwanderer, die auf die Insel Usedom gelangt sind, haben den Ortsnamen später in "Zitz" eingedeutscht. Zitz war als Klosterbesitz neben den anderen Besitzungen auf der Insel Usedom Crummin und Mahlzow einem Nonnenkloster tributpflichtig. Nachdem die Pommernherzöge während der Reformation zum evangelischen Glauben übergetreten waren, verwandelten sie die Klostergüter in Domänen. Für die Bewohner der Usedomer Dörfer änderte sich an nichts an der Abgabepflicht.

Schwedische Herrschaft

Nachdem die Greifenherzöge im Dreißigjährigen Krieg ausgestorben waren, fiel Zitz auf Usedom 1648 an Schweden.

Zinnowitzer Strandpromenade: In "Schwabes Hotel" trafen sich ehedem die Peenemünder Führungsgrößen

Die Schweden mischten sich in die inneren Angelegenheiten ihrer kontinentalen Besitzungen nicht ein. Für die Bewohner Usedoms besserte sich in dieser Zeit die wirtschaftliche Lage. ZUsammen mit der Insel Usedom kam auch Zitz 1721 an Preußen. Friedrich II. führte eine völlige Umverteilung des Besitzes durch und siedelte die fünf Bauern des Ortes nach Bannemin, Neeberg und Mahlzow um. Er besetzte die neue kleine, auf Milchvieh spezialisierte Domäne Usedoms mit 8 Familien aus Neuvorpommern, Mecklenburg und Schweden. 1751 gab er dem Usedomer Dorf den Namen Zinnowitz.

Siebenjähriger Krieg

Im Siebenjährigen Krieg wurde der Usedomer Ort Kriegsschauplatz. Eine positive Entwicklungsphase setzte bis zu den napoleonischen und den folgenden Befreiungskriegen ein. Aus Finanznöten wurde die Staatsdomäne schließlich für 14.300 Taler an den reichen Swinemünder Senator Krause verkauft.

Ostseebad Zinnowitz auf Usedom: Die Kirche auf dem Glienberg.

Ostseebad auf der Insel Usedom

Die Nachfahren Krauses verkauften das Usedomer Gut an Kolonisten. Zinnowitz entwickelte sich zum so genannten Ackerbürgerdorf und erhielt am 26. Juni 1851 eine Badekonzession zur Gründung eines Usedomer Seebades. Bereits 1881 wurde das mittlerweile gefragte Ostseebad auf der Insel Usedom als sehenswert beschrieben. In der Gründerzeit nach 1878 wurden entlang der Strandpromenade zahlreiche Hotels und Pensionen im Stil der Bäderarchitektur gebaut.

Modernisierung und Neubau

Nach der Wiedervereinigung war auf der Insel Usedom und auch im Ostseebad Zinnowitz ein gewaltiger Instandsetzungsstau aufzulösen; eine rege Bautätigkeit begann. Die vielen Usedomer Urlaubsquartiere in Hotels, Ferienhäusern und Pensionen wurden restauriert und modernisiert. Vor allem die wilhelminischen Bädervillen in den ersten, meeresnahen Baureihen sind heute wieder in ihrer alten Pracht zu sehen. Viele früher unbebaute Flächen sind inzwischen mit Ferienwohnungen, Fremdenzimmern und anderen Urlaubsquartieren bebaut worden.

Das Ostseebad Zinnowitz im Winter: Seebrücke und Strandpromenade sind außerhalb der Sommer-Saison wenig belebt.

Modernes Seebad: Usedomer Ostseebad Zinnowitz

Inzwischen verfügt das Usedomer Ostseebad Zinnowitz über eine sanierte Promenade und eine über 300 Meter lange Seebrücke, die Flaniermeile und Anlegestelle für Ausflugsfahrten entlang der Ostseeküste der Insel Usedom und zu anderen Destinationen ist.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe auf der Insel Usedom

Seebrücke von Zinnowitz

Die neu erbaute, 315 Meter lange Seebrücke von Zinnowitz ist Anlegestelle für Ausflugsfahrten nach Bornholm, Rügen, zu den Usedomer Kaiserbädern und Swinemünde sowie Aussichtspunkt über die Pommersche Bucht der Ostsee zugleich. Der schöne Blick auf die Inseln Wolin, Rügen und Greifswalder Oie lockt zu jeder Jahreszeit viele Besucher an. Neu eröffnet wurde eine Tauchglocke am Ende der Seebrücke, die einen Einblick in die Unterwasserwelt der Ostsee vor Usedom bietet.

Tauchglocke an der Seebrücke von Zinnowitz.

Strandpromenade

Die Promenade ist die schönste Flaniermeile. Hier spürt man das Flair des Usedomer Ostseebades: die Seeluft, das Rauschen der Ostsee, den Blick über den 40 m breiten, feinen, weißen, steinfreien Strand. Das Heimatmuseum zur Regional- und Ortsgeschichte, das in Deutschland einmalige Bademuseumscafe, vier Galerien sowie zahlreiche Cafes und Restaurants laden zum Bummeln ein. Die Ostseebühne (Spielzeit Ende Juni bis Anfang September) ist Stätte der Vinetafestspiele, das ganzjährig bespielte Gelbe Theater "die Blechbüchse" sind wichtiger Teil des Kulturangebotes für Besucher und Bewohner der Insel Usedom.

2010 wurde der neu gestaltete östliche Teil der Zinnowitzer Strandpromenade den Urlaubsgästen und "Einheimischen" übergeben. Viele Holzskulpturen sind in eine phantasievolle und abwechslungsreiche Gartengestaltung integriert. Somit kann sich das Ostseebad Zinnowitz im Inselnorden von Usedom rühmen, eine der schönsten Strandpromenaden zu besitzen.

Hilfreiche Links

Homepage von Zinnowitz: www.zinnowitz.de

Rundflug um das Achterwasser: KMZ-Google-Earth®-Daten

Die Usedomer Ostseebäder von West nach Ost:

  1. Karlshagen
  2. Trassenheide
  3. Zinnowitz
  4. Zempin
  5. Koserow
  6. Loddin
  7. Ückeritz
  8. Bansin
  9. Heringsdorf
  10. Ahlbeck
  11. Swinemünde
Wassersport auf Usedom: Der Sportboothafen in Zinnowitz erlaubt interessante Ausflüge über Achterwasser und Peenestrom.