Nach dem Nordischen Krieg kommt durch den "Stockholmer Frieden" Vorpommern und damit auch die Insel Usedom an Brandenburg-Preußen. In der nachfolgenden Zeit werden bedeutenden Anstrengungen in der Infrastruktur unternommen. Neben der Errichtung von Verkehrswegen und einer gewissen Industrialisierung auf dem Festland wird auf Usedom das Thurbruch trockengelegt. Aus dem ehemaligen Moor werden Weideflächen. Meliorationsgräben durchziehen das Moor, Schöpfwerke pumpen das Wasser fort.
Trotz seines Charakters als Kulturlandschaft ist das Thurbruch heute ein sehenswertes Biotop auf der Insel Usedom. Neben Wasser- und Raubvögeln findet sich eine reiche Fauna an Reptilien und Lurchen. Entwässerungsgräben und hoher Wasserstand schaffen Lebensräume für zahlreiche Pflanzen.
Neben einer weiten, sanften Usedomer Landschaft, die am Horizont von Hügeln eingefasst scheint, ist ein fragmentarisch erhaltenes Schöpfwerk in der Nähe des Kachliner Sees zu besichtigen.
Die kleinen Usedomer Orte in der Umgebung des Thurbruchs, wie zum Beispiel Ulrichshorst, Zirchow und Retzow, sind nicht nur beschaulich sondern bieten auch viele moderne oder aufwändig sanierte Unterkünfte wie Ferienhäuser und Ferienwohnungen an, von denen aus diese interessante Usedomer Landschaft entdeckt werden kann.
Zirchow, im Südosten des Thurbruchs, besitzt eine sehr schön gelegene Dorfkirche. Das einfache auf einer Anhöhe stehende Bauwerk überblickt Zirchow und die nähere Umgebung Usedoms. Die nahe Küste Usedoms zum Stettiner Haff (Oderhaff) ist bei Neverow besonders schön. Nahe Neverow steigt die Küste an und bildet bis Kamminke eine Steilküste zum Stettiner Haff.
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