
Mellenthin ist ein typisches ehemaliges Usedomer Gutsdorf, das durch das Schloss, das im 16. Jahrhundert eines der stattlichsten Herrensitze Pommerns war und als eine Wasserburg erbaut wurde, geprägt wird. Mit seiner im 14. Jahrhundert als Kapelle errichteten Kirche besitzt Mellenthin das zweitälteste Gotteshaus der Insel Usedom. Zum Ensemble von Schloss und Kirche gehören die sehenswerten Wirtschaftsgebäude des Schlosses, die zum Teil heute als Restaurants betrieben werden.
Zahlreiche neu erbaute Ferienhäuser bilden einen interessanten Kontrast zu den historischen Gebäuden Mellenthins. Vor allem Urlauber, die die Ruhe und Naturnähe des Hinterlandes der Insel Usedom suchen, finden eine gute Auswahl an Unterkünften. Ein Besuch des Hinterlandes der Insel Usedom - etwa des Lieper oder Usedomer Winkels - kann bequem mit einer Fahrt in das reizvolle Dorf Mellenthin verbunden werden.

Im Inneren der Kirche befinden sich, 1930 bei Restaurierungsarbeiten freigelegte, mittelalterliche Fresken aus der Vorreformationszeit Usedoms. Eine Reliefplatte aus Kalkstein erinnert an die Erbauer des Schlosses Rüdiger von Neuenkirchen und seine Frau, Ilsabe von Eickstedt. Das Weihwasserbecken besteht aus einem alten Mahlstein. Die Glocke der Kirche aus dem Jahre 1654 erinnert als Geschenk des Landgrafen von Hessen-Hornburg und seiner schwedischen Gemahlin Margarethe de Brahe an die Schwedenzeit auf der Insel Usedom. Nach dem Tod des letzten von Neuenkirchen waren Gut und Schloss in den Besitz des schwedischen Reichsrates von Oxenstierna gekommen.

Sehenswert ist das Usedomer Schloss Mellenthin, das trotz wechselvoller Nutzung mit seinem Renaissancekamin im Remter und schönen Gewölbedecken Interesse verdient. Etwa 1,5 km nördlich liegt die sogenannte "Schwedenschanze", die ein geschütztes Bodendenkmal der Insel Usedom ist. Sie ist ein altslawischer Burgwall aus dem 8. und 9. Jahrhundert, der in Kriegszeiten den Landbewohnern Zuflucht bot.
Morgenitz auf der Insel Usedom hat eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit freistehendem Glockenstuhl und einzelnen Trogsteinen im Altarraum und auf dem Friedhof (geschützte Bodendenkmäler). Der Kunst- und Geschichtsinteressierte findet in den jeweiligen Gebäuden ausführliche Beschreibungen. In dem kleinen Usedomer Dorf fällt besonders der alte Baumbestand um die dicht stehenden alten und gepflegten Häuser auf, die ihm eine beschauliche Gemütlichkeit verleihen. Einige Storchennester auf den Dächern tragen mit dazu bei.

Auf dem Weg zwischen den Usedomer Orten Mellenthin und Balm findet der Wanderer oder Radfahrer im Borgwald die Reste einer slawischen Höhenburg, die um die Jahre 800 und 900 sowohl Mensch als auch Vieh Schutz geboten hat. Das von Wällen und Gräben umschlossene Areal umfasste eine Fläche von annähernd fünf Hektar und war ursprünglich zusätzlich mit Holzkonstruktionen umwehrt. Noch heute ragen die Reste der "Schwedenschanze" bis zu fünf Meter auf.
Mit freundlicher Unterstützung von panoramio.com® zeigen wir die Umgebung des Wasserschlosses Mellenthin im Luftbild:
Klicken Sie auf die Bildminiaturen, um einige Impressionen aus Mellenthin zu sehen.
Wasserschloss Mellenthin: www.wasserschloss-mellenthin.de/.
Gutshof Mellenthin: www.gutshof-usedom.de/.