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Bernsteinbad Loddin

Das Seebad Loddin

Das alte Bauern- und Fischerdorf Loddin an Höft und Achterwasser.

Das Fischerdorf Loddin

Ziemlich genau in der Mitte der Ostseeküste Usedoms liegt die Gemeinde Seebad Loddin mit ihren Ortsteilen Kölpinsee, Stubbenfelde und Loddin. Neben den Seebädern Ückeritz und Zempin ist Loddin eines der kleinsten Seebäder auf der Ostseeinsel.

Im Ursprung lag das Usedomer Bauern- und Fischerdorf Loddin an Loddiner Höft und Achterwasser. Schilfgedeckte Häuser, Schuppen, Reusenstangen, Scheunen und Ställe prägten lange Jahre das Bild eines einfachen, ländlichen Lebens. Der aufkommende Bädertourismus, gewachsener Wohlstand und Mobilität ließen das kleine Fischerdorf an der stürmischen Entwicklung der Ostseebäder teilhaben.

Zwischen den Küsten: Sonnenuntergang am Loddiner Höft über dem Achterwasser.

Kölpinsee, die "Badekolonie" von Loddin

Der Ortsteil Kölpinsee entstand als "Badekolonie" von Loddin. Ein eigener Bahnhof förderte den Zustrom von Badegästen; es entstanden mehrere Hotels und Pensionen in der Nähe des breiten Ostseestrandes. Zwischen dem Kölpinsee und Teufelsberg, einem Steilküstenzug zur Ostseeküste südöstlich von Kölpinsee entwickelte sich der dritte Loddiner Ortsteil Stubbenfelde.

Traditionell: Fischerhütten im Loddiner Ortsteil Stubbenfelde.

Prominente Gäste in der Inselmitte Usedoms

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte das Seebad Loddin durchaus prominente Gäste, die die Synthese landschaftlicher Schönheit mit den Annehmlichkeiten des Kurbetriebes zu schätzen wussten. Alsbald warf der Krieg seine Schatten voraus. So bezog z. B. Klaus Riedel, einer der wichtigsten Fachleute des Peenemünder V-Waffenprogrammes, Quartier in Kölpinsee. Der Krieg ließ Loddin - wie auch die meisten Gebiete der Insel - zwar kaum zerstört zurück, es waren jedoch auch in diesem Ort viele Opfer zu beklagen. Die Flüchtlingswelle zu Kriegsende änderte die Bevölkerungszusammensetzung auf der gesamten Ostseeinsel stark. Kaum ein Landstrich im heutigen Deutschland nahm anteilig mehr Flüchtlinge auf.

Tragödien des 20. Jahrhunderts: Das Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege.

Badebetrieb während der DDR-Zeit

In der DDR wurde der traditionelle Badebetrieb bald auf anderer Geschäftsgrundlage fortgesetzt. In der "Aktion Rose" wurden Hotels und Pensionsbetriebe zwangsenteignet, die Besitzer zumeist vertrieben. Die Staatsgewerkschaft übernahm die Beherbergungsbetriebe und vermietete die Unterkünfte an Werktätige und Funktionäre. Neben wunderbaren Tagen am Meer, Sonne und Erholung wurden Verfall und Verwahrlosung vor allem in den großen Ostseebädern Usedoms immer sichtbarer.

Nach der Wiedervereinigung

Die Jahre, die unmittelbar auf die Wiedervereinigung folgten, waren zunächst von der Neuordnung der Eigentumsverhältnisse, dann jedoch von einer regen Bautätigkeit auf Usedom geprägt. Barackenartige Ferienquartiere, die heutigen Qualitätsmaßstäben nicht mehr genügen konnten, wurden abgebrochen, die alten Hotels, Pensionen und Ferienhäuser zumeist sehr aufwändig restauriert.

Seebad Kölpinsee: Die kleine Strandpromenade zwischen Düne und Deich.

Loddin, Kölpinsee und Stubbenfelde gingen - mindestens in Nuancen - einen anderen Weg als etwa das "Nachbarseebad" Koserow oder das Ostseebad Karlshagen. Während diese Ostseebäder auf eine starke Ausweitung ihrer Baugebiete und auf den Neubau unzähliger Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Hotels, Pensionen und vieler weitere Unterkünfte zielten, blieb Loddin seiner ländlich-naturnahen Prägung zwischen den Küsten von Achterwasser und Ostsee treu. Trotzdem manche kleinen Baugebiete neu entstanden sind (z. B. östlich der Strandstraße Wiesengrund und Tannengrund) und bestimmte bereits bebaute Areale nunmehr dichter bebaut wurden (z. B. das "Diplomatendorf" im Norden Loddins), fügt sich das Seebad Loddin in die Gemeinschaft der kleinen Bäderorte der Inselmitte ein.

Bernsteinbäder Loddin, Koserow, Zempin und Ückeritz.

Usedomer Bernsteinbäder

Im Jahr 2005 bewogen ein ähnlicher, naturnaher Charakter und die Neigung zu einem einheitlichen Auftreten bei allen Vermarktungsaktivitäten die Seebäder Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz einen Vereinsverbund "Usedomer Bernsteinbäder" zu gründen. Unter diesem gemeinsamen Namen stellen sich die Seebäder der Inselmitte der Öffentlichkeit vor. Sie bilden damit das dörflichere, ruhigere und naturnahere Pendant zu den belebten, städtischen Kaiserbädern Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin im Südosten der Ostseeküste Usedoms und sind damit ideal für den Familienurlaub an der Ostsee.

Mit ungefähr 1.000 Einwohnern, drei Ortsteilen und einer langen Geschichte verfügt Loddin über ein vielfältiges Vereinsleben, dessen Höhepunkte - z. B. das Erntefest und das Loddiner Hafenfest - für die meisten Urlaubsgäste dieses Seebades willkommene und attraktive Events sind.

Zwischen Ostseestrand und Achterwasserküste: Der kleine Sportboothafen Loddin.

Natürlich gibt es auch jenseits dieser mittlerweile im Veranstaltungsplan der Insel Usedom gut verankerten Festlichkeiten viele interessante Aktivitäten für "Einheimische" und Gäste ...

Usedom-Reiseführer

Viele weitere Informationen über das Seebad Loddin/Kölpinsee und seine Sehenswürdigkeiten gibt der Reiseführer auf dieser Internetpräsenz. Für das aktuelle Jahr gibt es einen schön bebilderten Kalender, der viele Impressionen von der Inselmitte zeigt. Besonders zu empfehlen ist das Erntefest am Loddiner Achterwasserhafen.

 

Kölpinseer Badestrand an der Ostsee: Fischerboot und Urlaubsgäste.