
Im Hinterland der Insel Usedom, in der Nähe von Zinnowitz, befinden sich die Halbinsel Gnitz und die Insel Görmitz, die beide im Achterwasser liegen. Gnitz befindet sich zwischen Krumminer Wieck, Peenestrom und Achterwasser. Um zu den drei Orten Neuendorf, Netzelkow und Lütow zu gelangen, muss man durch die Torfheide und das Eichholz. Die sanft hüglige Landschaft wird, wie auf Usedom so häufig, durch Wälder und Äcker bestimmt.
In den 60er Jahren wurde wegen der Autarkiebestrebungen der DDR auf der ganzen Insel Usedom nach Erdöl gesucht. Auf dem Gnitz und auf Görmitz wurden 1965 kleinere Mengen einer hochwertigen Sorte gefunden, die über viele Jahre gefördert wurden. Einige Förderstellen werden auch heute noch betrieben.

Auf dem Gnitz hat sich vor allem der Ort Lütow mit vielen Ferienhäusern und Ferienwohnungen profiliert. Vor allem im Westen von Lütow dominieren Ferienwohnanlagen mit vielen Fremdenzimmern und Ferienwohnungen den kleinen Ort. Auf dem Weißen Berg an der Südspitze der Halbinsel Gnitz befindet sich zudem ein kleiner Zeltplatz im Wald.

Im Usedomer Kirchdorf Netzelkow auf dem Gnitz steht die sehr sehenswerte spätmittelalterliche St. Marienkirche mit ihrem Backsteinblendgiebel und einem mittelalterlichen Taufstein. Der freistehende Glockenstuhl trägt zwei Glocken aus dem Mittelalter. Netzelkow ist der Geburtsort von Pfarrer Meinhold, dem Dichter des im 19. Jahrhundert sehr erfolgreichen Buches "Bernsteinhexe", welches für die Heimatgeschichte Usedoms prägend ist.
Lütow ist der älteste Ort des Gnitz auf Usedom. Hier befinden sich unter einer mächtigen Eiche die Reste des einzigen in der Region Usedom noch sichtbaren Hünengrabes.

Das 18 m hohe Steilufer, das früher Küstenlinie war, bietet sich ein beeindruckender Blick nach Koserow, Loddin, Zempin, Ückeritz und gegenüber zum Lieper Winkel mit seiner nördlichsten Siedlung Warthe.
Im Usedomer Naturschutzgebiet "Südspitze Gnitz", mit dem südlichsten
Punkt Möwenort befinden sich die Lebensräume zahlreicher botanischer
Seltenheiten, wie z. B. Knabenkraut, Salzgras und Säulenwacholder.
In der Ortschaft Krummin ist die 1993 vollständig sanierte Usedomer Klosterkirche
St. Michael sehenswert. Um die Kirche herum sind große alte Grabplatten
mit interessanten Steinarbeiten angeordnet.
Ungefährt 300 Meter von der Kirche entfernt ist der idyllische Hafen mit einem originellen Schiffscafe gelegen.
Rundflug um das Achterwasser: KMZ-Google-Earth®-Daten