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Usedom-Reiseführer

Swinemünde - Hafenstadt auf Usedom und Wollin

Swinemünder Altstadt: Eine dynamische Hafenstadt erfindet sich neu.

Hafen von Swinemünde

An der Mündung der Swine in die Ostsee - also auf den Ostseeinseln Usedom und Wollin - lagen zu früher Zeit Wehrburgen, die die Ufer des Flusses schützen sollten. Sie wurden gegen Ende des 12. Jahrhunderts von den Dänen zerstört. Danach entstanden zwei von von Fischern und Fährleuten bewohnte Dörfer. Auf Befehl des Preußenkönigs wurde 1720 die Siedlung rechts und links der Swine zum Vorhafen für Stettin ausgebaut. 1765 erhielt sie das Stadtrecht. Als 1824 die erste Badesaison in Swinemünde eröffnet wurde, entwickelte sich für die Bewohner ein weiterer wichtiger Erwerbszweig. Mit königlicher Unterstützung wurde Swinemünde alsbald zu einem mondänen Seebad auf der Insel Usedom. Damit ist es auch das älteste der Ostseebäder, dem erst später Heringsdorf auf der Insel Usedom folgte.

Trostlos: Alte Plattenbauquartiere in Swinemünde weichen nach und nach moderner Bebauung.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Um 1900 wurden in diesem Teil Usedoms Heilwasser und Moorvorkommen entdeckt und zu ihrer Nutzung eine Naturheilanstalt errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 55 Prozent zerstört. Besonders katastrophal war der alliierte Bombenangriff vom 12. März 1945 auf die einerseits militärisch bedeutsame und andererseits mit Flüchtlingen überfüllte Stadt Swinemünde. In nur 40 Minuten wurden mehr als 1600 Tonnen Bomben abgeworfen - soviel Sprengkraft wie alle V1 und V2, die auf England abgefeuert wurden. Nach dem Wiederaufbau und der Erweiterung dominierten zeittypische Plattenbauten das Stadtbild Swinemündes.

Swinemünde - Hafenstadt und Ostseebad

Fährverkehr nach Skandinavien

Der Fährhafen am Nordufer des Oderhaffs ist für den Schiffsverkehr nach Schweden und Dänemark (Malmö, Ystad und Kopenhagen) und in der Sommersaison nach Ronne/ Bornholm von Bedeutung. Zunehmende Bedeutung gewinnen die Anlegestelle für Ausflugsdampfer, der Fischereihafen für die Fischverarbeitungsindustrie und der Handelshafen.

"Polenmarkt" in Swinemünde

Der sog. "Polenmarkt" (s. u.) an der nach Ahlbeck und zur Grenze führenden Straße (die verlängerte B111) hat eine nicht unwesentliche Bedeutung für die Bewohner von Swinemünde. Dichtgedrängte Marktstände in Doppelreihen und kleine Läden ziehen die Tages- und Einkaufstouristen aus Deutschland mit Billigangeboten nach Swinemünde.

Swinemünde: Vom Krieg verschonter Teil der Altstadt mit Fußgängerzone.

Stadtbesichtigung mit Pferdedroschke

Mit der Pferdedroschke kann man auch die herrliche Baumallee entlang zur Swine fahren und sich kostenlos von der Fähre von der Insel Usedom nach der Insel Wollin übersetzen lassen. Hier befindet sich das Hafen- und Industriegelände Warszow mit dem Busbahnhof sowie der Endstation der Eisenbahn.

Die Stadt Swinemünde besitzt einen schönen, breiten, steinfreien Sandstrand. Jenseits dessen ist Swinemünde vor allem ein Wirtschaftstandort mit allem Für und Wider. Ähnlich wie im traditionsreichen Seebad Misdroy auf der Insel Wollin ist der Charme der ursprünglichen Bäderarchitektur auch heute gut zu erkennen. Jedoch bedarf es noch großer Investitionen, die Bädervillen, Ferienhäuser und Hotels wieder in ihrem alten Glanz erstehen zu lassen. Hier ist jedoch Swinemünde auf einem guten Weg; der Besucher entdeckt eine junge, dynamische Stadt ganz im Osten der Insel Usedom.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe auf der Insel Usedom

Wahrzeichen des Hafens von Swinemünde.

Der historische Leuchtturm

Das Wahrzeichen von Swinemünde steht an der Swine. Es ist der in den Jahren 1854-1857 errichtete Leuchtturm.

Swinemünde am Hafen: Zenrum einer dynamischen, jungen Stadt an der Ostsee.

Mit 68 Meter Höhe ist er der höchste an der polnischen Küste mit einer Lichtweite von 25 Seemeilen (ca. 45 km).

Swinemünder Fischereimuseum

In der ul. Armii Krajowej befindet sich im ehemaligen, 1805 erbauten Rathaus das Fischereimuseum. Fangzubehör, Navigationsinstrumente, präparierte Fische und andere Seetiere sind ebenso zu besichtigen wie eine Ausstellung über die Geschichte der Stadt auf Usedom und Wollin und der Region.

In der ul. Holdu Pruskiego findet man viele, leider stark sanierungsbedürftige Wohnhäuser der Jugendstil- und Gründerzeit.

Modern: Die neue Strandpromenade von Swinemünde fast direkt an der Ostsee.

Kurpark Swinemünde

In Richtung Norden durch die ul. J. Pilsudskiego gelangt man in einen Teil des Kurparks. Dieser wurde in den Jahren 1826/27 nach Plänen des berühmten preußischen Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenne angelegt und beeindruckt durch einen artenreichen alten Baumbestand. Renovierungsbedürftige Gebäude nahe des Kurparks lassen mit ihren interessanten architektonischen Details den einstigen Glanz des prächtigen Seebades erkennen.

Hilfreiche Links

Homepage von Swinemünde: www.swinoujscie.pl

Die Usedomer Ostseebäder von West nach Ost:

  1. Karlshagen
  2. Trassenheide
  3. Zinnowitz
  4. Zempin
  5. Koserow
  6. Loddin
  7. Ückeritz
  8. Bansin
  9. Heringsdorf
  10. Ahlbeck
  11. Swinemünde