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Usedom-Reiseführer

Ostseebäder auf Usedom

Usedomer Ostseestrand: Mehr als 40 Kilometer von Karlshagen nach Swinemünde.

Entwicklung des Tourismus

Mehr als 40 Kilometer Sandstrand

Mehr als 40 Kilometer breiter, weißer Sandstrand erstrecken sich auf Usedom nordwestlich von Karlshagen bis an die westliche Hafenmole von Swinemünde Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkannten die ersten Geschäftsleute das beträchtliche Potenzial einer einzigartigen Urlaubs-Destination in Deutschland. Schon bald entstanden erste Logierhäuser und Badeanlagen auf der Insel Usedom. Sehr schnell wuchs die Zahl der Urlaubsgäste, die auf Usedom einen äußerst erholsamen Urlaub am Meer verbrachten.

Der Tourismus auf Usedom beginnt

Auf die Entwicklung von Swinemünde zum Usedomer Ostseebad folgten Misdroy auf der Nachbarinsel Wollin, das Kaiserbad Heringsdorf und das Ostseebad Zinnowitz. Weitere Orte entlang der Ostseeküste Usedoms entdeckten den Tourismus als wichtige Einnahmequelle und in wenigen Jahrzehnten entwickelten sich alle Gemeinden an der Außenküste der Insel Usedom zu Seebädern.

"Zurück in die Zukunft": Swinemünde auf dem Weg zur alten Pracht.

Kaiserzeit auf Usedom

Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges war an der Ostseeküste Deutschlands eine lange "Perlenkette" vieler unterschiedlicher Ostseebäder entstanden. Heute ist die "Perlenkette" erheblich kürzer geworden, besitzt aber immer noch viele schöne "Solitäre".

Das Angebot an Pensionen, Hotels und Bädervillen auf Usedom nahm sprunghaft zu und die Zahl der Urlaubsgäste hielt mit dem erweiterten Angebot Schritt. Die ersten Seebrücken (eigentlich handelt es sich bei diesen Bauwerken um Seestege) entstanden und verbanden die zu jener Zeit noch abgelegenen Ostseebäder Usedoms durch Dampfschiffe mit den größeren Häfen der Region. Der nächste wichtige Schritt war der Anschluss der Insel Usedom an das Eisenbahnnetz. Mit diesem Tag war es einer weitaus größeren Anzahl von Feriengästen möglich, ihren Urlaub auf Usedom zu verbringen.

Eine Büste von Kaiser Wilhelm: Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin.

Bedingt durch die ständig wachsende Menge an Urlaubsgästen entstand auf der Insel Usedom eine immer weiter wachsende touristische Infrastruktur, in deren Zentrum neben der wunderbaren Küstenlandschaft Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und in späteren Jahren Zeltplätze standen.

Zwischen den Kriegen

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges brauchte der Tourismus auf Usedom längere Zeit, bis die Rekorde der Vorkriegszeit hinsichtlich der Übernachtungen erreicht wurden. Die Beliebtheit der Insel Usedom sowie viele Stammgäste sorgten jedoch für eine schnelle Erholung dieser für Usedom so wichtigen Branche. Umso schlimmer war es für den Tourismus, dass mit 1937 beginnend eine weltweit einzigartige Anlage zur Entwicklung und Erprobung neuartiger Waffen auf dem Peenemünder Haken entstand. Die militärische Nutzung, die auch das Usedomer Ostseebad Karlshagen betraf, prägte den Inselnorden der Insel Usedom bis nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990.

Die DDR-Zeit

Der Zweite Weltkrieg ließ die Ostseebäder Usedoms - von Karlshagen einmal abgesehen - weitgehend unversehrt zurück. Usedom nahm eine in Deutschland einzigartig hohe Zahl von Kriegsflüchtlingen auf, die häufig Quartier in den vielen Bädervillen und Ferienhäusern der Seebäder nahmen. Zwangsenteignungen ("Aktion Rose") und staatliche Verwaltung und Bewirtschaftung der unzähligen Unterkünfte auf Usedom hinterließen alsbald tiefe Spuren.

Ostseeblick: Der "Sommergarten" des Heringsdorfer Hotels Maritim.

Nach der Wiedervereinigung

1990 mochte mancher kaum glauben, dass es in den nächsten zwei Jahrzehnten gelingen wird, die weitaus überwiegende Zahl der Hotels, Pensionsbetriebe, Ferienhäuser und Ferienwohnungen auf der Insel in ihrer alten Pracht wiedererstehen zu lassen.

Usedomer Ostseebäder heute

Heute beeindrucken die Ostseebäder Usedoms nicht nur mit einer sehr guten touristischen Infrastruktur und einer wunderbaren Natur sondern auch mit einer kaum zu überblickenden Zahl von aufwändig sanierten Ferienhäusern, Bädervillen usw. Nicht nur in den großen, urbanen Kaiserbädern und Zinnowitz ist vieles neu gebaut worden, vor allem die Usedomer Ostseebäder Karlshagen und Koserow haben sich sehr stark vergrößert und haben in manchem Aspekt mit größeren Ostseebädern wie etwa Zinnowitz gleichgezogen.

Inzwischen ist in den Usedomer Seebädern der Platz knapp geworden. Steigenden Bodenpreise und erste skeptische Reaktionen der Gemeinden führen nun dazu, dass das Hinterland der Insel Usedom in den Blickpunkt des Interesses rückt. So entwickelt sich eine Urlaubs-Destination, die für jeden Geschmack das "maßgeschneiderte" Angebot bereithält. Sowohl für den Anhänger belebter, urbaner Ostseebäder als auch für den ruheliebenden Naturfreund ist alles dabei ...